SARS-CoV-2-Antikörper – Erneutes Update

 

Wir im Labor 28 haben uns früh mit dem serologischen Nachweis von Antikörpern bei COVID-19 im Zusammenhang mit der Infektion und auch der Impfung befasst. Zum Nachweis SARS-CoV-2- spezifischer IgG-Antikörper führen wir einen Test durch, der gegen das trimere SARS-CoV-2-S- Protein und dessen Rezeptorbindungsdomäne (RBD) gerichtete IgG-Antikörper erkennt. Die Ergebnisse korrelieren sehr gut mit dem Nachweis neutralisierender Antikörper. Der Test erkennt auch Antikörper, die durch einen der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe induziert wurden.

Eine Routineuntersuchung nach Impfung zur Klärung der Frage nach dem Impferfolg ist jedoch nicht empfohlen und demzufolge auch keine Kassenleistung. Immer mehr geimpfte Patienten wünschen dennoch die serologische SARS-CoV-2-Antikörperbestimmung als IGeL-Leistung. Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass mittels dieser Untersuchung nach wie vor keine gesicherte Aussage über Immunität möglich ist. -> siehe auch Website des RKI, Antikörpernachweise

Wie bereits berichtet, sehen wir bei Verlaufskontrollen gelegentlich negative Messergebnisse nach zuvor positivem IgG-Nachweis. Dies bedeutet jedoch nicht, dass kein Schutz mehr vorliegt. Auch lässt sich aus einer solchen Untersuchung im Einzelfall nicht ableiten, ob eine dritte Impfung indiziert ist. Die Kontrolle des Impferfolgs wird zurzeit nur für immunsupprimierte Patienten empfohlen von den Krankenkassen übernommen.

Da die Untersuchung auf SARS-CoV-2-spezifische IgG-Antikörper auch bei Verdacht auf eine akute/postakute COVID-19 sinnvoll sein kann, eine hierdurch induzierte Immunantwort aber in bereits geimpften Patienten mit unserem gegenwärtigen Test nicht erkennbar wäre, führen wir momentan einen zusätzlichen Test ein, der gegen das Nucleocapsid-Protein (NP) des Virus gerichtete Antikörper erkennt. Sobald dieses abgeschlossen ist, werden wir Sie dazu näher informieren.