Informationen zur frühzeitigen Therapie von COVID-19-Patienten mit neutralisierenden monoklonalen Antikörpern

Hinsichtlich der optimalen Versorgung von COVID-19-Patienten ist seit Kurzem bekannt, dass einige Patienten im frühen Stadium, bei denen ein schwerer Verlauf zu erwarten ist, von einer Infusion mit monoklonalen Antikörpern, die das Virus neutralisieren, profitieren. Folgende Voraussetzungen sollten hierfür gegeben sein:

  • Frühes Erkrankungsstadium (positives PCR-Ergebnis max. 5 Tage zurückliegend)
  • 50 Jahre oder älter
  • Vorliegen von Risikofaktoren (Alter, Adipositas, Immunsuppression, chronische Vorerkrankungen)

Genaueres entnehmen Sie bitte der Infografik der STAKOB (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger) und der Fachgruppe COVRIIN für Ärztinnen und Ärzte am RKI:

Infografik: Gabe SARS-CoV-2-spezifischer monoklonaler Antikörper

Die Therapie kann nach Aufklärung der Patienten in der eigenen Praxis durchgeführt und über die Gebührenordnungsposition 88400 abgerechnet werden. Wenn Sie Interesse an der Durchführung der Therapie in Ihrer Praxis haben, kontaktieren Sie bitte die KV Berlin.

Falls Sie die Therapie (noch) nicht selbst durchführen, können Sie geeignete Patienten an die Kolleginnen und Kollegen, die die Therapiedurchführung in ihrer Praxis bereits etabliert haben (Informationen hierzu erhalten Sie bei der KV Berlin) oder an das Infusionszentrum der Charité (Tel. 030 576 888, Mo–Fr, 8–16 Uhr) überweisen.

Bei weiterem Interesse empfehlen wir Ihnen den gerade zum Thema erschienenen Artikel im „Deutschen Ärzteblatt“:

Neue Therapiealgorithmen: COVID-19 von leicht bis schwer richtig behandeln