Influenza in Berlin: PCR-Nachweis zusammen mit SARS-CoV-2

Die Influenza A hat Berlin erreicht und sollte bei entsprechenden Infektzeichen differentialdiagnostisch mit erwogen werden. Falls Sie Influenza-typische Symptome mittels PCR abklären lassen wollen, kann aus demselben Tupfer neben SARS-CoV-2 auch auf das Influenzavirus untersucht werden. Bitte fordern Sie in diesem Fall bei Einsendung eines trockenen Abstrichtupfers beide Viren an.

Priorisierung der PCR-Kapazitäten und „Nichts Neues zum Ct-Wert“

Die nationale Teststrategie ist eine fachlich fundierte Orientierungshilfe zum Einsatz von Testkapazitäten und wurde bereits im ersten Jahr der Pandemie entwickelt. Das gegenwärtige hochdynamische Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 bei begrenzten PCR-Kapazitäten erforderte jetzt eine Konkretisierung und rationale Festlegung von Personengruppen, für welche eine PCR-Testung aus medizinisch-klinischen Erwägungen notwendig und deswegen als indiziert anzusehen ist. Primäre Ziele sind hierbei klinische Konsequenzen sowie der Schutz Dritter in vulnerablen Bereichen (z. B. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen). Wichtig ist daneben die Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen.

Auf Basis dieser Nationalen Teststrategie ist eine Testung in folgenden Situationen vorrangig:

  • PCR-Testung zur Klärung medizinisch-diagnostischer Fragen (Krankenhaus, Praxen, Pflege, Personen mit dem Risiko schwerer Verläufe)
  • Tests zur erforderlichen Aufhebung der Isolierung von medizinischem/pflegerischem Personal mit Kontakt zu vulnerablen Personen an Tag 7
  • PCR-Testung weniger Indexpersonen bei Ausbruchsgeschehen oder nachweislich engem Kontakt, z. B. innerhalb einer Familie
  • Die Indikation zur PCR-Testung zur Bestätigung positiver SARS-CoV-2-Antigen-Tests sollte aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden.

Dies kann zumindest temporär auch den weitgehenden Verzicht auf eine PCR-Untersuchung in anderen Bereichen beinhalten, z. B. im Zusammenhang mit Warnungen der Corona-Warn-App ohne weitere Auffälligkeiten. Diese Priorisierung bedeutet aber auch, dass symptomatische Patienten nach wie vor immer mittels PCR abgeklärt werden können und sollten! Sie ist vorübergehend erforderlich, um eine dauerhafte Überlastung auch unserer Mitarbeitenden im Labor, die selbst von Erkrankung mit Isolierung sowie von Quarantäne betroffen sind, zu vermeiden.

Noch kurz zu den Ct-Werten (die es per definitionem nur bei positiven Befunden geben kann). Auch im dritten Jahr der Pandemie sagt das RKI hierzu: „Für die Einleitung von Maßnahmen bei Kontaktpersonen oder bei der initialen Entscheidung über Maßnahmen nach Erstdiagnose spielt die Genomkopienlast im Untersuchungsmaterial keine Rolle.“ Da initial hohe Ct-Werte, d. h., eine niedrige Viruslast (die in der Folge dann aber schnell ansteigen kann!) die Patienten u. U. zu unvorsichtigem Verhalten hinsichtlich der Vermeidung der Ansteckung anderer verleiten können, geben wir diese Information weiterhin nicht bei Erstnachweis, sondern v. a. bei Fragen der Entisolierung an. 

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Informationen zum neuen Coronavirus: SARS-CoV-2 bzw. Covid-19 (Corona virus disease 2019) 

Stand: 15.02.2022

Unten stehend finden Sie hilfreiche Links zum Thema COVID-19. Aufgrund der aktuellen Situation ist täglich mit neuen Informationen zu rechnen.

Der Verdacht auf Covid-19 ist vom behandelnden Arzt an das zuständige Gesundheitsamt (Link zum Tool des RKI) zu melden und das weitere Vorgehen zu besprechen! Der Patient muss isoliert werden. 

 

Wichtiger Hinweis zur Coronavirus-Diagnostik:

Wir bitten Sie um Ihr Verständnis, dass wir als diagnostische Einrichtung keine Proben aus dem Nasen-/Rachenraum (Abstriche, Sputum etc.) zur Diagnostik von Atemwegsinfektionen (z.B. durch Influenza-oder Coronaviren) direkt bei uns im Labor entnehmen können.

 

Nationale Teststrategie

 

Corona-Testverordnung

 

Informationen zum Corona-Selbsttest

 

Anforderung Coronavirus (2019-nCoV) RNA, ggf. Mutationsanalyse

 

SARS-CoV-2: Informationen zur Variante B.1.617

 

COVID-19 und Impfen

 

Aktuelle Informationen des RKI

 

Das Flussschema des RKI zur Verdachtsabklärung

 

Allgemeines Management von Kontaktpersonen zu bestätigten COVID-19 Fällen

 

Hinweise des RKI zum ambulanten Management von Patienten mit COVID-19

 

Entlassungsmanagement aus der Quarantäne

 

Fallzahlen des RKI in Deutschland und weltweit

 

COVID-19-Themenseite KV-Berlin

 

Für Patienten hat die Berliner Gesundheitsverwaltung eine Hotline (von 8.00 bis 20.00 Uhr) geschaltet: 030-90282828.

Informationen zur frühzeitigen Therapie von COVID-19-Patienten mit neutralisierenden monoklonalen Antikörpern

Hinsichtlich der optimalen Versorgung von COVID-19-Patienten ist seit Kurzem bekannt, dass einige Patienten im frühen Stadium, bei denen ein schwerer Verlauf zu erwarten ist, von einer Infusion mit monoklonalen Antikörpern, die das Virus neutralisieren, profitieren. Folgende Voraussetzungen sollten hierfür gegeben sein:

  • Frühes Erkrankungsstadium (positives PCR-Ergebnis max. 5 Tage zurückliegend)
  • 50 Jahre oder älter
  • Vorliegen von Risikofaktoren (Alter, Adipositas, Immunsuppression, chronische Vorerkrankungen)

Genaueres entnehmen Sie bitte der Infografik der STAKOB (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger) und der Fachgruppe COVRIIN für Ärztinnen und Ärzte am RKI:

Infografik: Gabe SARS-CoV-2-spezifischer monoklonaler Antikörper

Die Therapie kann nach Aufklärung der Patienten in der eigenen Praxis durchgeführt und über die Gebührenordnungsposition 88400 abgerechnet werden. Wenn Sie Interesse an der Durchführung der Therapie in Ihrer Praxis haben, kontaktieren Sie bitte die KV Berlin.

Falls Sie die Therapie (noch) nicht selbst durchführen, können Sie geeignete Patienten an die Kolleginnen und Kollegen, die die Therapiedurchführung in ihrer Praxis bereits etabliert haben (Informationen hierzu erhalten Sie bei der KV Berlin) oder an das Infusionszentrum der Charité (Tel. 030 576 888, Mo–Fr, 8–16 Uhr) überweisen.

Bei weiterem Interesse empfehlen wir Ihnen den gerade zum Thema erschienenen Artikel im „Deutschen Ärzteblatt“:

Neue Therapiealgorithmen: COVID-19 von leicht bis schwer richtig behandeln