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#68 MEDIZINISCHES VERSORGUNGSZENTRUM LABOR 28 MÄRZ 2022

magteaser 032022

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der März-Ausgabe unseres Labor 28-Magazins lesen Sie Beiträge unserer Fachärztinnen und Fachärzte im Labor zu diesen Themen:

  • COVID-19 ist eine globale und bedrohliche Infektionserkrankung – neben vielen anderen
  • Das Hyper-IgE-Syndrom
  • Giardia duodenalis – neue Erkenntnisse zu einem alten Parasiten
  • Labordiagnostik bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (CED)
  • Ein hämatologischer Fall aus unserem Labor
  • Normocalciämischer primärer Hyperparathyreoidismus
  • Endokrine Nebenwirkungen bei Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren in der Onkologie – Labordiagnostik
  • Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD)-Testung vor Einsatz von 5-Fluorouracil-, Capecitabin- und Tegafur-haltigen Medikamenten

Labor 28-Magazin #68 (PDF-Download)(0,6MB)

COVID-19 ist eine globale und bedrohliche Infektionserkrankung – neben vielen anderen

DR. MED. MICHAEL MÜLLER

COVID-19 als neue globale Infektionserkrankung und auch als eine Jahrhundertpandemie beherrscht weiterhin das gesellschaftliche Miteinander. Ende Januar 2022 sind weltweit mehr als 350 Millionen Fälle gezählt, über 5,6 Millionen Menschen sind im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben. Artikel lesen

Giardia duodenalis — neue Erkenntnisse zu einem alten Parasiten

PROF. DR. MED. RALF IGNATIUS

2203 Pic 01Giardia duodenalis (syn. G. lamblia, G. intestinalis) wurde 1681 von Antoni van Leeuwenhoek bei der Untersuchung seines eigenen durchfälligen Stuhls mittels eines selbstkonstruierten Mikroskops erstmalig entdeckt. Der einzellige Erreger wird wie viele andere darmpathogene Mikroorganismen fäkal-oral übertragen und besiedelt vor allem Duodenum und Ileum des Wirtes. Artikel lesen

Das Hyper-IgE-Syndrom

DR. MED. ANDREAS WARKENTHIN

Deutlich erhöhte Werte des Gesamt-IgE und Eosinophilie des Blutes lenken unseren Verdacht meist zuerst auf IgE-vermittelte Allergien (Typ I) oder auf parasitäre Erkrankungen. Wenn noch ein chronisches Ekzem und eine asthmatische Lungensymptomatik dazukommen, wird der Verdacht auf eine Allergie oft noch stärker. Wir dürfen hierbei jedoch keinesfalls andere, therapeutisch anders anzugehende chronische Erkrankungen außer Acht lassen. Hier ist das Hyper-IgE-Syndrom eine wichtige Differenzialdiagnose. Artikel lesen

Labordiagnostik bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (CED)

DR. MED. ANTJE HOHMANN DA SILVA

2203 Pic 02Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind komplexe, multifaktorielle Krankheitsbilder, bei denen zu den wegweisenden Leitsymptomen häufig abdominelle Schmerzen, anhaltende Diarrhö oder ein rektaler Blutabgang gehören. Zu den klassischen CED-Entitäten zählen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. Als Systemerkrankungen müssen CED allerdings nicht nur auf den Gastrointestinaltrakt beschränkt sein. Artikel lesen

Was tun bei erhöhtem Parathormon aber nicht erhöhtem Calcium? Normocalciämischer primärer Hyperparathyreoidismus

DR. MED. HANS-ULRICH ALTENKIRCH

Ein normocalciämischer primärer Hyperparathyreoidismus (NC-PHPT) ist gekennzeichnet durch wiederholt erhöhtes Parathormon bei gleichzeitig unauffälligem Calcium, sofern sekundäre Ursachen für erhöhte PTH-Werte sorgfältig ausgeschlossen worden sind. Artikel lesen

Ein hämatologischer Fall aus unserem Labor

DR. MED. ADRIANNA JAGIELLO

2203 Pic 03Beim Mikroskopieren eines Differenzialblutbildes waren circa 11 Prozent atypische Lymphozyten aufgefallen. Es zeigten sich kleine und teilweise große lymphoide Zellen mit cerebriformen Kernen, die gut sichtbare Chromatinfurchen aufwiesen. Artikel lesen

 

Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD)-Testung vor Einsatz von 5-Fluorouracil-, Capecitabin- und Tegafur-haltigen Medikamenten

DR. MED. ATHANASIOS VERGOPOULOS

Fluoropyrimidine werden als Chemotherapeutika zur Behandlung von einer Vielzahl von Tumoren, darunter Dickdarm-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen- sowie Brustkrebs meist in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet. Das Enzym DPD ist zu 80 % für die Verstoffwechslung des Chemotherapeutikums 5-Fluorouracil (5-FU) und dessen Prodrugs Capecitabin und Tegafur verantwortlich und wird vom Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Gen (DPYD-Gen) kodiert. Artikel lesen

Endokrine Nebenwirkungen bei Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren in der Onkologie – Labordiagnostik

DR. MED. ANJA-BRITTA SUNDERMANN

2203 Pic 04Tumorzellen tragen durch Mutationen veränderte Oberflächeneigenschaften. Diese Neoantigene sollten prinzipiell von der Immunabwehr als fremd erkannt und die Zellen von den zytotoxischen T-Zellen eliminiert werden. Körpereigene Regulatoren bremsen diesen Mechanismus, um eine überschießende Immunantwort und auch Autoimmunphänomene zu vermeiden. Die onkologische Immuntherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren soll diese Unterdrückung der natürlichen Immunantwort verhindern und so die Tumorabwehr stärken. Artikel lesen