Magazin

#67 MEDIZINISCHES VERSORGUNGSZENTRUM LABOR 28 DEZEMBER 2021

2112 Mag Teaser

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 

in der Dezember-Ausgabe unseres Labor 28-Magazins lesen Sie Beiträge unserer Fachärztinnen und Fachärzte im Labor zu diesen Themen:

  • „Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelbeiträge“ – Zusammenhalt stärkt
  • Die Sesamallergie
  • Sinnvolle Labordiagnostik beim Leitsymptom Müdigkeit
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Zunahme von Verbreitung und Fallzahlen
  • Dexamethasonhemmtest bei Verdacht auf Hyperkortisolismus – Fallstricke in der Diagnostik
  • RhD-Varianten: Mehr als (nur) positiv und negativ
  • Klinische und diagnostische Aspekte beim selektiven IgA-Mangel
  • Präanalytik: Zirkadiane Rhythmik klinisch-chemischer Kenngrößen

Labor 28-Magazin #67 (PDF-Download)(0,7MB)

„Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelbeiträge“ – Zusammenhalt stärkt


DR. MED. MICHAEL MÜLLER

„Die Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Entscheidend ist, dass sich alle daran beteiligen“. So heißt es seit gut einem Jahr auf der Eingangsseite der Internetpräsentation des Robert Koch-Instituts. Die Bedeutung des Zusammenhalts aller gesellschaftlichen Gruppen und Kräfte wird gleichermaßen adressiert wie die Bedeutung des Beitrags und des eigenverantwortlichen Engagements jeder einzelnen Person für das gemeinsame Ziel, die Bewältigung der Pandemie. Artikel lesen

Die Sesamallergie


DR. MED. ANDREAS WARKENTHIN

2112 Pic 01Sesam (Sesamum indicum) gehört zu den Ölpflanzen, die heute weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut werden. Neben therapeutischen Anwendungen (z. B. Sesamöl in Salben) ist es Bestandteil vieler Nahrungsmittel. Artikel lesen

Sinnvolle Labordiagnostik beim Leitsymptom Müdigkeit


DR. MED. LARS TEMPLIN

Das Leitsymptom „Müdigkeit“ kann sich auf unterschiedlichen Ebenen präsentieren: emotional (Motivationsmangel, niedergedrückte Stimmung), kognitiv (verminderte geistige Aktivität beziehungsweise Leistungsfähigkeit), Verhaltensaspekte („Leistungsknick“) und körperliche Aspekte (z. B. muskuläre Schwäche). Müdigkeit ist in der Hausarztpraxis in 10 bis 20 % der Fälle Haupt- oder Nebenberatungsanlass. Artikel lesen

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Zunahme von Verbreitung und Fallzahlen


DR. MED. THOMAS FREUND
Im Jahr 2020 verzeichnete das Robert Koch-Institut einen Anstieg um 59 % der gemeldeten FSME-Fälle im Vergleich zum Vorjahr (2019: 443 Fälle; 2020: 706 Fälle). Und auch in Berlin und Brandenburg wurden im Jahr 2020 bereits sieben autochthone FSME-Erkrankungen nachgewiesen. Artikel lesen

Dexamethasonhemmtest bei Verdacht auf Hyperkortisolismus – Fallstricke in der Diagnostik


DR. MED. ANJA-BRITTA SUNDERMANN

Der Dexamethasonhemmtest nutzt zur Überprüfung der kortikotropen Hormonachse Hypothalamus – Hypophyse – Zona fasciculata der Nebennierenrinde den physiologischen negativen Feedback-Mechanismus. Die Gabe des hochpotenten, synthetischen Glukokortikoids Dexamethason führt beim Gesunden zu einer Suppression der hypophysären Sekretion von ACTH mit konsekutiv niedriger Sekretion des Cortisols aus der Nebennierenrinde. Die Messung im Cortisol-Immunoassay wird dabei von Dexamethason nicht beeinflusst. Artikel lesen

RhD-Varianten: Mehr als (nur) positiv und negativ


DR. MED. LUKAS WAGNER

Das RhD-Merkmal („Rhesusfaktor“) ist nach den AB0-Merkmalen die wichtigste und klinisch relevanteste Blutgruppeneigenschaft. Ursächlich hierfür ist u. a. die starke Immunogenität dieses Merkmals, d. h. die Fähigkeit, bei RhD-negativen Menschen die Bildung eines Antikörpers gegen RhD, das Anti-D, zu induzieren. Anti-D ist transfusions- und geburtsmedizinisch von hoher Relevanz, da Anti-D Transfusionsreaktionen und einen Morbus haemolyticus neonatorum (MHN) verursachen kann. Artikel lesen

Klinische und diagnostische Aspekte beim selektiven IgA-Mangel


DR. MED. ANTJE HOHMANN DA SILVA

Störungen des Immunsystems sind häufiger als allgemein vermutet. Neben physiologischen Situationen, in denen das Abwehrsystem noch nicht bzw. nicht mehr optimale Funktionen erfüllen kann (Neonatalperiode, hohes Alter), sind primäre (angeborene) von sekundären (erworbenen, wie z. B. medikamenteninduzierten oder Malignom-bedingten) Immundefekten zu unterscheiden. Artikel lesen

Präanalytik: Zirkadiane Rhythmik klinisch-chemischer Kenngrößen


MARTIN LOEPER

Als zirkadiane Rhythmik bezeichnet man in der Chronobiologie zusammenfassend die inneren Rhythmen eines Organismus, die eine Periodenlänge von circa 24 Stunden haben. Bekanntestes Beispiel für einen solchen Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Rhythmus. Abgeleitet von diesem ergeben sich tageszeitlich unterschiedliche Anforderungen an den Organismus, die dieser über entsprechend veränderte Konzentrationen körpereigener Substanzen zu bewältigen sucht. Artikel lesen