COVID-19: Einfluss auf labormedizinische Messgrößen 

 

Bei Patienten mit COVID-19 kann es zu typischen Veränderung von Laborwerten kommen. In einem kürzlich publizierten Übersichtsartikel sind diese Veränderungen zusammengefasst.

DR. MED. HANS-ULRICH ALTENKIRCH

  • Als typisch für COVID-19 gelten die drei Messgrößen CRP ↑, LDH ↑ und Lymphozytenzahl ↓.
  • In vielen Studien wird gezeigt, dass D-Dimer der signifikanteste Marker für die Schwere der Erkrankung und das Risiko für Mortalität ist.
  • Veränderungen von Laborparametern finden meist erst ab dem 7. bis 14. Tag der Infektion statt. In den Tabellen werden die wichtigsten Veränderungen beschrieben.

Profil für erwachsene Patienten mit gesicherter Diagnose

Bei Patienten mit gesicherter Diagnose wird folgendes Profil vorgeschlagen: Na, K, Glukose, Kreatinin, GPT (ALT), LDH, CK, Bili ges., CRP, großes Blutbild, Quick, PTT sowie bedarfsgerecht Troponin T und/ oder D-Dimer. Für stationäre Patienten bietet sich zusätzlich Harnstoff und Procalcitonin an.

Profil Für Kinder

Bei Kindern werden aufgrund des gutartigeren Verlaufs die Bestimmungen von CRP, LDH und großem Blutbild als ausreichend angesehen. Bei Frage bakterielle Superinfektion ist zusätzlich Procalcitonin sinnvoll. Die LDH ist in einem Viertel der Fälle erhöht auf > 325 U/l, das CRP ist meist unauffällig.

Abbildung


Literatur

  1. S. Letíca de Oliveria Toledo et al. COVID-19: Review und hematologic impact, Clin Chem Acta 510 (2020):170-176
  2. Rundbrief der DGKL von Prof. N. von Ahsen vom 7.04.2020: „Interpretationshilfe zu Laborwerten bei der COVID-19 Erkrankung“